Herbert Grönemeyer hat das in seinem 86er-Hit schon scharfsinnig angemahnt: Kinder an die Macht!
Natürlich ist es bedenkenswert, mit Essen zu spielen. Der schöne Kuchen. Kam gerade aus dem Ofen und dann so was. Andererseits muss das auch mal sein. Unabhängig von den Kindern in Afrika. Kinder müssen ihre Sinne schärfen und nicht nur eben jenen, der sie immer auf der Hut sein lässt, ja nichts Falsches zu machen. Kinder brauchen Verbündete, die auch mal jeden Scheiß mitmachen. Die danach aber auch in der Lage sind, wieder eine bedächtigere Position einzunehmen (die Großen meine ich). Die den Kindern mehrere Perspektiven anbieten. Sonst kommen Kinder an die Macht, die da keiner haben will. Solche, die Herbert Grönemeyer nicht meinte, als er über sie sang. Glaube ich jedenfalls.

Weihnachten ist für mich eine ganz zwiespältige Zeit. Klar mag ich das, was jeder mag: eingeschneite Weihnachtsmärkte, Schmalzkuchenduft, Lichterbögen in den Fenstern, die altbekannten Klassiker im Radio. Schön fühlt sich das an, vor allem wenn man Kinder hat.
Auf der anderen Seite steht dieser riesige industriegemachte Leistungsdruck, der augenscheinlich immer größer wird, desto schneller sich die materiellen Dinge weiterentwickeln. Ich sehe Menschen umherhetzen, die in ungezählten Plastiktüten Konsumgüter nach Hause schleppen. Menschen mit ausgestreckten Ellenbögen, die gegen andere zum Einsatz gebracht werden, nur um ja selbst der Schönste, Schnellste, Wichtigste zu sein.
Mein Gefühl mag mich täuschen, aber hinter vielen Gesichtern und Menschen, die mir über den Weg laufen, erkenne ich nichts als Verstelltheit. Masken. Weit entfernt von Authentizität. Ich sehe dabei zu, wie diese Menschen ihre Kinder maßregeln; Kinder, die nur Aufmerksamkeit bekommen, wenn sie nicht so funktionieren, wie ihre Eltern denken sie müssten es. Keine Aufmerksamkeit einfach nur dafür, dass es sie gibt, kein liebevolles Wort ohne Gegenforderung, keine zärtliche Berührung nach dem Motto „Du bist gut so wie du bist und dafür hab ich dich lieb“. Stattdessen gibt’s plastiktütenweise Geschenke, die über den Kindern ausgeschüttet werden. Was wirklich drin ist in den hübsch gepackten Päckchen, ist das eigene Versagen und die damit einhergehenden Forderungen an die Kinder: Du machst das und wenn das nicht perfekt geschieht, bestraf‘ ich dich mit Liebesentzug. Geschundene Kinderseelen, kleine Menschen, die denken sie seien die Größten und die, wenn sie groß sind, anderen Menschen unendlich weh tun – was für ein gewaltiges Potenzial, um Gesellschaften zugrundezurichten!
Umso mehr freue ich mich immer dann, wenn ich Projekte unterstützen kann, die sich liebevoll für benachteiligte Menschen einsetzen. Die Wilmersdorfer Arcaden haben sich etwas ganz Schönes einfallen lassen: einen Weihnachtsbaum geschmückt mit den Wünschen obdachloser Menschen. Und so nahmen wir Hermanns Wunschstern mit nach Hause.
In diesem Sinne: Ein friedliches, besinnliches und liebevolles Weihnachtsfest euch allen da draußen!


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Ich staune immer wieder über diese kleinen Kinder-Wunder. Wozu so winzige Wesen fähig sind, wenn man ihnen mit Liebe begegnet, Aufmerksamkeit schenkt, Respekt und Wertschätzung entgegenbringt. Mehr ist es doch nicht, was es erfordert, um aus dem Produkt von Ei- und Samenzelle einen liebenden Menschen zu machen – und doch ist es anscheinend so viel. Ich jedenfalls bin mit Herz und Seele dabei, um zu einem, hoffentlich, positiven Ergebnis beizutragen. Und ich bin mächtig stolz darauf.
So schön und einfach das auch immer klingt: Der Weg dorthin erfordert Kraft, Konsequenz und sehr oft auch Selbstbeherrschung. Gerade in solchen Situationen, in denen das kleine Monster mit dem Narziss in sich hausieren geht. Wenn es zum Beispiel vor Wut schreiend auf dem Bürgersteig liegt und partout nicht aufstehen will, während wir auf den Bus warten (und die Leute mich vorwurfsvoll anstarren). Oder wenn es einen Teller nach einem wirft, weil irgendein Wort das falsche war. Oder wenn es einem eine hübsche Bisswunde beschert, einfach so, oftmals aus dem Nichts heraus. Was für eine Rabaukin!
So gern ich manchmal auch eine Auszeit von der Rabaukin hätte, so lieb hab‘ ich sie doch neben ihrer großen Schwester. Ich bin so stolz auf die beiden und dafür müssen sie nichts leisten! Und deshalb ist es absolut legitim, dass sie sich austoben und die Welt um sich herum mit allen Sinnen erfahren. Der Sinn stand der kleinen Rabaukin jedenfalls letztens nach der Reklame im Einkaufszentrum (als wir unseren Weihnachtsschuhkarton abgaben). Der Großen war das zu doof, die fand ich später in der nebenliegenden Kinderabteilung der Buchhandlung sitzend. Aber für ’ne Brezel sprangen dann noch zwei Geschwisterfotos für mich raus. Danke, ihr lieben Mäuse!










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Jetzt beginnt sie endlich, die schöne Jahreszeit! Die Weihnachtsmärkte rüsten sich und öffnen nach und nach ihre Pforten. Welch bessere Gelegenheit gäbe es, liegengebliebene Hochzeitsportraits aus dem letzten Jahr zu veröffentlichen?
Eine kurze, aber ergiebige Liason hatte ich mit diesem heiratswilligen Pärchen. Am letzten Novembertag des vorigen Jahres gab es sich das Ja-Wort in der Villa Kogge in Alt-Lietzow. Den eigentlichen Akt wollten die beiden im kleinen Kreise vollziehen, doch vorher gönnten sie sich ein kreatives Hochzeits-Portrait-Shooting in ihrem Mierendorff-Kiez. Ich liebe alternative Hochzeiten! Und Menschen, die wissen, was sie wollen! Die beste Voraussetzung, um tolle Fotos zu machen. So zogen wir also los in den Kiez rund um den Mierendorffplatz und rüber in den Schlosspark und hatten dabei das Glück, auf die (noch verschlossenen) Büdchen des Weihnachtsmarktes zu treffen. Was für ’ne einmalige Location! Danke euch beiden, dass ich eure Fotos hier zeigen darf!




















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Ist DAS nicht eine hübsche Braut? Ich bearbeite gerade eine Hochzeitsreportage aus den hochherbstlichen Tagen – Himmel, wie LIEBE ich dieses Bunt! – und ich komm‘ gerade nicht von diesem Foto hier weg. Es ist diese unzweifelhafte Natürlichkeit und Unverstelltheit, die mich so fasziniert. Wow!
Und das ist wieder der Beweis für all jene Brautpaare, aber vor allem (zukünftigen) Bräute, die vor meiner Kamera stehen, die sich fürchten, nicht gut auszusehen. Ich kann euch nur sagen: Ihr seid gut so wie ihr seid! Ich verstehe natürlich, dass ihr aufgeregt seid, denn ihr steht i.d.R. nicht jeden Tag vor der Kamera. Aber ich sage euch auch ganz unverblümt, dass ich keine verstellten Fotos für euch machen will! Und deshalb werdet ihr es auch ertragen müssen, dass ich euch genau mit diesem Gedankengut auf die Pelle rücke und versuche, eure Natürlichkeit herauszukitzeln. Das ist immer ein Prozess, auf den sich beide Seiten einstellen und einlassen müssen. Aber wenn ihr bereit dazu seid, bin ich es auch und dann entstehen solche Fotos. Ihr müsst eben nur vertrauen. Und zuallererst euch selbst! Eurer Natürlichkeit! Kitschige Fotos machen die anderen.
Ein herzlicher Dank geht in diesem Moment nach Hannover zu meiner/dieser Braut, die hier gerade auf meinem Bildschirm vor mir steht, und deren Bräutigam. Danke für dein und euer Vertrauen und dass ich eure Fotos hier in meinem Blog zeigen darf! Bald wird’s auch noch mehr geben von dieser wundervollen Natürlichkeit und den schönen herbstlichen Farben. Love it.

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Die Mädels und ich haben wieder ein Päckchen gepackt! Es ist bei uns mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ der Organisation „Geschenke der Hoffnung“ zu unterstützen und unseren alljährlichen Schuhkarton zu packen. Ich finde, das ist eine ganz wundervolle Art einem Kind in der Ferne zu sagen: Es ist schön, dass es dich gibt, du bist so wichtig und ohne dich wäre diese Welt nicht die, die sie ist! Nicht nur ist dies ein Beitrag zur Aufarbeitung meiner eigenen lieblosen Kindheit, vielmehr möchte ich, daraus resultierend, bei meinen Kindern den Sinn für Gerechtigkeit und das Leid auf dieser Welt schärfen. Und so ist es mir ganz wichtig, jedes Jahr aufs Neue die Weihnachtssaison einzuleiten, indem wir unser Päckchen an einer der vielen Sammelstellen abgeben. Dieses Jahr haben wir gepackt für ein vierjähriges Mädchen. Viel Freude damit, kleine Maus, wo auch immer dich das Paket erreicht. Merry Christmas!



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Liebe Michaela,
es ist immer wieder so toll zu lesen, mit wie viel Engagement du dich für Schwächere einsetzt und dich für Kinder stark machst!!! Ich bin ganz gerührt und bin mir sicher, dass sich die kleine Empfängerin sehr über deinen liebevoll gepackten Karton freuen wird!!! 🙂 Da wäre ich doch glatt auch gerne wieder 4 Jahre alt 😉

Eine Hochzeit aus dem letzten Jahr – herrje, wie hinke ich hinterher! Aber Festplattenfundstücke sind immer wieder eine feine Sache, zumal ich in diesem Falle nach so langer Zeit noch einmal herrlich staunen kann, wie schön das Trauzimmer des Standesamtes in der Blaschkoallee ist. Ich möcht‘ nicht unbedingt behaupten, es sei schöner als das in Köpenick (nein, das hat noch ein Fünkchen mehr Charme), aber die Standesbeamten hier sind viel netter. Als Fotografin wird man hier nicht in die Ecke gesetzt mit der Anordnung, nur die obligatorischen Fotos (Kuss, Ringwechsel und das war’s beinahe schon) machen zu dürfen. Wie auch immer: In diesem Falle begleitete ich dieses nette Pärchen im überschaubaren Familien- und Freundeskreis und zog hinterher mit den Frischvermählten los, um die obligatorischen Portraits zu schießen. Sie sind entstanden rund um die Bahnhof- und Lindenstraße in Köpenick. Viel Freude beim Schauen!


































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Hallo mein Name ist Sandra
und ich suche jemanden der Fotos macht wir heiraten am 27.7.2017 im Standesamt Neukölln.
Wie teuer wer das nur für 2 Stunden ?
Hätten gerne nur von Standesamt und Gruppen Bilder von der Familie
Und einzelne Bilder mit mein Mann
Hallo Sandra,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Ihren Wünschen entsprechend könnte meine Kurzreportage etwas für Sie sein. Unter folgendem Link finden Sie nähere Informationen: http://www.michaelahanf.de/investition/hochzeitsfotografie.
Wenn das etwas für Sie ist, melden Sie sich gern wieder. Ich arbeite mit Vertrag und Anzahlung (40%).
Beste Grüße
Michaela Hanf
Ich mag’s nicht. Ich kann mich nicht anfreunden mit diesem Kommerz. Der schöne Brauchtum, den einst die irischen Einwanderer mit nach Amerika brachten, nämlich beleuchtete Rüben zur Abschreckung böser Geister vor ihren Häusern aufzuhängen, verkommt mittlerweile überall auf der Welt jedes Jahr mehr und mehr zu einem riesengroßen kommerziellen Wahnsinn. Ich mach das nicht mit und wer mir vorwirft spießig zu sein, dem entgegne ich: Ja, lasst mich zurück in die Höhle!

Nun, ganz so hart kann ich nicht sein und gelobe Besserung, denn ich habe Kinder. Und die tragen mir die Gepflogenheiten ihrer sozialen Umwelt direkt ins Haus – ich kann sie ja schlecht bitten, sie auf dem Abtreter liegenzulassen. Und drum saßen mein großes Kind und ich gestern in der Küche und machten Gespenster-Cakepops. Eine Riesenfreude und kaum auszuhalten, dass die kleinen runden Küchlein endlich aus dem Ofen kamen, um sie dann mit Buttercreme und Fondant zu verzieren! Mein großes Mäuschen war eine wundervolle Assistentin, nein was sage ich: Ich war die Assistentin dieses kleinen wundervollen Menschleins. Wie es da auf seinem Stühlchen saß und beharrlich darauf bestand, das Mehl mit dem Backpulver zu vermischen. Und wie dann später beim Befüllen der Cakepops-Förmchen ein kleines Fingerchen sich seinen Weg in die Mulden bahnte, um den köstlichen Gespensterteig zu stibitzen und im Kindermündchen verschwinden zu lassen. Hach.
So stell‘ ich mir unbeschwerte Kindheit vor. Ich hatte sie leider nicht und deshalb genieße ich es so unendlich! Auch wenn die Buttercreme in den Haaren klebt. Oder die Küche schwimmt, weil das Ei unten liegt. Alles ist egal. Solange Kinder unbeschwert Kind sein können. Und glücklich sind dabei! Und deshalb bereite ich mich fürs nächste Jahr schon mal darauf vor, aus meiner Höhle herauszukommen und mit dem Kommerz Frieden zu schließen. Ein bisschen jedenfalls.
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Hallo Michaela,
eure Gespenster sind wirklich ganz herzallerliebst! <3
Wir feiern Halloween und der kleine Mann ist schon Tage zuvor im Kostüm und Kürbisschnitzwahn.
Allerdings bilden wir eine kleine Ausnahme.
Unser Haushalt ist sehr amerikanisch geprägt da mein Mann Amerikaner ist und wir den Sohnemann unter anderem auch zweisprachig großziehen.
Da fände ich es schon sehr seltsam, wenn das Kindchen seinen amerikanischen Wurzeln nicht auch in dieser Hinsicht nachspüren dürfte.
Ansonsten habe ich ehrlich gesagt auch kein all zu großes Verständnis für die kommerzielle Handhabung dieses "Brauchtums".
Aber wie schon gesagt, den Kindern macht es Spaß, also lassen wir ihnen die Freude.
Liebe Grüße,
Stefanie

Es ist ein Jammer, wie schnell die Zeit vergeht. Vor uns liegt der Brief der Einzugsschule, der uns den Termin zur Anmeldung unseres Kindes für das nächste Schuljahr nennt. Emma soll also in die Schule kommen, ich kann’s kaum glauben!
Nun benötigen wir also wieder Passbilder. Naja, natürlich mach ich die selbst. Hintergrundsystem aufgebaut, ein neutraler Hintergrund gespannt, fertig. Ich persönlich mag solche gestellten Aktionen nicht, vor allem FÜR Kinder nicht, aber was soll ich machen: Es ist nun mal definiert, wie ein Passfoto auszusehen hat. Trotzdem liegt es mir fern, bei solchen Passbild-Shootings barsch mit meinem Kind umzugehen so nach dem Motto: „Emma, jetzt reiß dich doch mal zusammen!“ Alles Quatsch: Ich halt einfach drauf mit der Kamera und vertraue darauf, dass am Ende auch ein Ergebnis herauskommt, mit dem ich zufrieden bin. Und so gibt es natürlich ungezählte Fotos, die neben dem eigentlichen entstehen. Und meistens auf der Festplatte verenden, weil sie alle zu schön sind, um sie zu löschen.
Eine klitzekleine Auswahl:
Die „braven“ Fotos, bevor es dann etwas ausgelassener wurde.
Natürlich gab es auch die obligatorischen „Fotografier-meinen-nackten-Popo“-Fotos (die ich jetzt hier mal außen vor lasse). Und der Wikingerhelm (der ja eigentlich ein Römerhelm ist) musste logischerweise auch mit aufs Foto.
Das hier unten rechts wäre mein persönlicher Favorit fürs Passbild geworden, aber leider ist es an den Augen nicht scharf (f… Autofokus!).
Für das Endprodukt habe ich die Farben etwas entsättigt, das gefiel mir einfach im Moment so. Schnell noch verachtfachen und auf 10×15 ausbelichten, damit’s von den Maßen her passt (35x45mm). Fertig.
P.S. Weil ich immer wieder Anrufe und Mails bekomme vor allem von Menschen aus Berlin Charlottenburg, die offenbar Passbilder benötigen: Ich biete keine Passfotos an! Sie sind nicht Teil meines Angebotes und meiner Auffassung von (künstlerischer) Fotografie, wie ich sie hier in meinem Blog vertrete. Wenn ihr einen Passbild-Fotografen in Charlottenburg sucht, kann ich das Passbild-Studio direkt gegenüber dem Bezirksamt Charlottenburg empfehlen („Ay-Foto“, Otto-Suhr-Allee).
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Sehr schööön.Wie immer!!!
Du klingst wie ‘ne Lehrerin! Ach Moment, du bist ja eine! Aber Spaß beiseite: Vielen Dank für das Kompliment, Yvonne und deine unerschütterliche Energie, mit der du meinen Blog verfolgst, danke! Ich freue mich, dass dir die Passbild-Aktion gefällt!
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