Der Überraschungsladen

Wer mich kennt, weiß, dass ich gern vom Schreibtisch aus einkaufe und dies auch gern second hand. Ich bin gern im großen Online-Auktionshaus unterwegs, um günstige Klamotten für Emma abzustauben. Ich sehe es einfach nicht ein, diesen grauseligen Konsumwahn zu unterstützen, außerdem gehen mir die konsumorientierten Menschen an den Klamottenlädenkassen dieser Welt tierisch auf den Keks. Manchmal hasse ich die Realität und deshalb bleibe ich lieber drinnen.

Dass man beim Online-Shoppen auch immer wieder eine Überraschung erleben kann, ist dazu noch beinahe unbezahlbar. So auch in diesem Fall. Die zu ersteigernde Jacke war in Lila angepriesen; schon eine sehr bedenkenswerte Farbe, finde ich – zumindest so, wie sie auf dem Foto erscheint. Man weiß ja nie, in welchem Licht die Leute ihre Waren fotografieren und so muss man auch damit rechnen, dass einem etwas Rosa-Pinkiges ins Haus schneit. Aaaaah! Verstehen tu ich die Leute nicht, die diese Rollenklischees auch noch unterstützen, indem sie ihre Töchter in Rosa stecken.

D’rüber nachgedacht und trotzdem geklickt in der Hoffnung, dass die Überraschung nicht allzu böse wird. Außerdem, so dachte sich Muttern, ist Lila, wenn es denn wirklich so ein schönes kräfiges Lila ist wie auf dem Foto, eine doch nicht unpraktische Farbe für düstere Wintertage.

Die Überraschung wenige Tage später war in der Tat mächtig. Die Farbe entpuppte sich weder als Rosa (drei Kreuze), noch aber als Lila wie gesehen. Ein schönes neutrales Weinrot-Winterjäckchen kam zum Vorschein, zur Freude aller erwachsenen Beteiligten! Emma fand die Jacke auch gleich cool und nun zieht sie los damit in die kälter werdenden Herbsttage.

Wie die Jacke nun tatsächlich ungefähr aussieht, seht ihr einen Post weiter unten, in dem Emma auf dem Foto in dem weihnachtlichen Schuhkarton kramt. Ts, Sachen gibt’s…

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Weihnachten im Schuhkarton: vier plus neun

Puh, wir haben es geschafft! Eine Stunde vor Abgabeschluss haben wir unsere Päckchen zur Abgabestelle gebracht. In diesem Jahr haben wir zwei Päckchen gepackt: eins für ein vierjähriges Mädchen und das andere für einen neunjährigen Jungen. Warme Sachen, Knabberzeug, einige Hygiene- und Schulartikel und ein kleines Kuscheltier zum Liebhaben haben wieder ihren Weg in die Schuhkartons gefunden, ein kleiner Gruß dazu und nun hoffen wir, dass wir auch wie im letzten Jahr wieder zwei Kindern eine kleine Freude in der Vorweihnachtszeit machen können.

Emma war sich kurz vor der Abgabe doch nicht mehr so sicher und wühlte die Kartons noch mal durch. “Meine Gummibärchen”, hieß es da etwas vorwurfsvoll, doch ließ sie sich letztlich doch davon überzeugen, den Süßkram wieder einzupacken, damit wir den Kindern in Haiti oder Weißrussland (dahin gehen laut Homepage “Geschenke der Hoffnung” die Päckchen aus unserem PLZ-Gebiet) etwas Gutes tun können.

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Hochzeitsfotograf Berlin: Hochzeitsmesse unterm Funkturm – es ist soweit

Wochenlange Planungen, mächtig viel Organisationskram: Die heiße Phase ist eingeläutet! Heute habe ich mit dem Aufbau meines Standes für die Hochzeitsmesse begonnen. Leider bin ich noch nicht so weit gekommen, wie ich geplant hatte, dafür geht’ s dann morgen ganz früh raus. Teppich muss noch verlegt und das Kabüffchen (3×3 m) allgemein noch ein wenig wohnlicher eingerichtet werden – und dann kann’s losgehen! Ich freue mich auf viele neugierige Blicke, interessante Menschen und ergiebige Gespräche. Ich bin gespannt, was meine erste Hochzeitsmesse mir bringen wird!

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Hochzeitsfotograf Berlin: Hochzeitsreportage in Köpenick

Hochzeitsfotograf Berlin, Köpenick

Dieses strahlende Pärchen ist mittlerweile schon ein halbes Jahr lang verheiratet . Die Hochzeit der beiden begleitete ich im April, doch den Sommer über war ich überaus gut beschäftigt, so dass die Berichterstattung hier im Blog etwas zu kurz gekommen ist. Das soll sich ändern – der Winter wird ja hoffentlich ein bisschen mehr Freiaum lassen, um so manches aufzuarbeiten.

Doch nun zu dieser Hochzeit: Die beiden wollten mich eigentlich erst nur für 3 Stunden buchen: Standesamt, Familienportraits, das Standardprogramm halt. Doch nach gemütlichem Zusammensein und begeisterter Durchschau meiner mitgebrachten Portraitmappen konnte ich sie von meiner Art der Hochzeitsfotografie überzeugen: einer Reportage mit ungestellten Fotos. Und so ist es letztendlich eine komplette Tagesreportage geworden: 16 Stunden Non-Stop.

Die Farbe Türkis spielte auf dieser Hochzeit eine überaus große Rolle: Es ist die Farbe der Gehörlosen. Ich fand es den Tag über immer wieder ziemlich beeindruckend, wie ruhig es doch auf der einen Seite innerhalb der Hochzeitsgesellschaft zuging. So hörte ich etwa den ganzen Tag über nicht einmal das nervige Klingeln eines Mobiltelefons! Andererseits mag man gar nicht vermuten, was für einen geschäftigen Eindruck es trotz alledem machen kann, wenn gehörlose Menschen miteinander kommunizieren. Für Hörende so wie mich (die ganz weit in der Minderheit waren) läuft das alles sehr still ab. Doch wenn man seine Augen nicht verschließt, und das fällt mir als Hochzeitsfotografin verständlicherweise schwer, dann kann man sich manchmal schon ziemlich bedröppelt fühlen, wenn man nichts versteht von dem, was um einen herum “gesagt” wird. Wow, ich bin heute noch beeindruckt von diesem Tag und ein Ziel in meinem Leben ist es, diese Sprache noch ein wenig näher kennenzulernen.

Doch nun seht selbst, was der Tag gebracht hat. Vielen Dank an das Hochzeitspärchen, dass ich euren Tag begleiten durfte und alles Gute weiterhin für euch zwei!

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Hochzeitsfotograf Berlin: Hochzeitsmesse am Funkturm, Berlin, 12./13. November 2011

Noch vier Tage bis zur Hochzeitsmesse und ich habe noch einiges zu tun. Letzte Fotobücher müssen per Expresslieferung bestellt, meine Webseite muss noch ein wenig mit Informationen angereichert werden und ein/zwei Möbelstücke für meinen Stand muss ich noch organisieren. Mein Perfektionismus treibt mich wieder an das zeitliche Limit. Aber wie sagte ein Freund letztens so schön: Nichts regt mehr zur Produktivität an als die letzten 24 Stunden, die man in Panik verbringt. Ich glaube daran, denn ich habe Erfahrung damit. Trotzdem mach’ ich mir komischerweise immer wieder vorher Gedanken, dass ich’s nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit packen könnte. Pfff, trau doch echt mal deiner Erfahrung!

Und ein gutes Stück habe ich mit meinen Hochzeitsmesse-Flyern geschafft. Stundenlang habe ich daran gesessen, um sie zu kreieren. Was schreib’ ich drauf, welches Bild wähle ich, wie ordne ich alles an – das sind wichtige Fragen, die ganz klar das künftige Layout und die Resonanz der Kundschaft beeinflussen. Nur nix überladen! Die wichtigsten Daten, ein Augenfänger-Foto, eine unmissverständliche Botschaft, das war’s!

Eben hat der Postbote 25 Kilo geballte Werbekraft die Treppen hochgeschleppt: 5000 Flyer – jetzt kann’s losgehen! Und noch was: Wer mich gern besuchen möchte, mein Stand ist B05 in Halle 21. Kommt vorbei, Samstag und Sonntag von 10 bis 19 Uhr!

4 Kommentare

Anna - Dienstag 8. November 2011 - 18:52

Na mit dem Foto kann ja nichts schief gehen! Wünsche Dir viel Erfolg auf der Messe – Du wirst in den Angeboten dort in jedem Fall herausstechen (ich fand die Messe letztes Jahr nämlich grässlich und bin recht schnell wieder geflohen). Hätte es so tolle Fotografen gegeben wie Dich, wäre ich sicher länger geblieben!
Können wir auch einen Flyer bekommen?

Viele Grüße

Micha - Dienstag 8. November 2011 - 20:59

Hallo Anna,

schön von dir zu hören und ja: Ihr seid das Aufreißer-Foto ;-) . Danke für das Kompliment, ich bin auch sehr zuversichtlich, was die Messe anbelangt. Dann wird’s ja Zeit, dass da mal ‘n bisschen frischer Wind reinweht!

Flyer könnt’ ihr gern haben, ich schick’ ihn euch zu. Wirklich nur einen? Ich hab’ 5000 von den Teilen, da kommt’s auf zehn nicht drauf an ;-) .

Schöne Grüße zurück

Anna - Donnerstag 10. November 2011 - 17:24

Na dann nehmen wir gerne auch 10-20. Ich empfehle Dich gerne und fleißig hier im Bekanntenkreis weiter!

Micha - Freitag 11. November 2011 - 09:52

Das hört sich toll an, danke! Ich werd’ eure Flyer die Tage eintüten, dann habt ihr sie nächste Woche im Briefkasten.

Berliner Impressionen

Zwischendurch auch mal wieder ein paar Hauptstadtfotos: rings um den Alexanderplatz und am Landgericht in der Littenstr….

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Hochzeitsfotograf Berlin: Vorbereitungen zur Hochzeitsmesse

In zwei Wochen ist Hochzeitsmesse unterm Funkturm und auch ich werde in diesem Jahr einen Stand dort haben. Zum ersten Mal präsentiere ich mich dort als Hochzeitsfotografin (in Berlin und bundesweit) und sehe der Sache sehr gespannt entgegen. Es gibt noch reichlich zu tun bis dahin, deshalb wurde es gestern nun auch einmal Zeit, noch einige Besorgungen im Baumarkt zu machen. So ein Stand will ja schließlich auch hübsch ausgestattet und dekoriert sein.

Leider war ich gestern nicht erfolgreich, d.h. die langen MDF-Platten, die ich für meine Bildpräsentation benötige, waren nicht vorrätig. Nun sind sie aber bestellt und ich kann sie Mitte nächster Woche abholen. Emma hatte auch ohne die Platten auf unserem Wägelchen ihren Spaß – vermutlich hätte sie sogar gemeckert, wenn die auch noch Platz auf der Ladefläche weggenommen hätten. Die bot nämlich gehöriges Tobepotenzial! Und man glaubt gar nicht, wieviel Dreck sich auf so einem Wagen sammeln kann – das Kind jedenfalls kam wieder einmal in den Genuss eines schönen warmen Schaumbades.

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Alle mitmachen, sofort!

Auf meiner Seite gibt es keine Werbung. Jedenfalls nicht ohne meine aktive Beteiligung. In diesem Fall beteilige ich mich gerne und freue mich, wenn auch nur ein oder zwei Menschen mehr sich angesprochen fühlen, einen Schuhkarton zu packen. Dieses Projekt ist wunderbar, weil man wirklich das Gefühl hat, etwas getan zun haben!

Auch wir werden uns wie im letzten Jahr wieder an dieser sinnvollen Aktion beteiligen. Unsere Kartons sind bereits beklebt, nur befüllt müssen sie noch werden. Aber es ist ja noch ein bisschen Zeit bis zum 15. November. Na klar gibt’s dann auch wieder ein Foto;-).

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Die Kaiserin gratuliert {Video}

Naja, oder so ähnlich. Praktisch jedenfalls war es für uns dieses Jahr, dass Emmas Geburtstag und der der Kaiserin aufeinanderfielen. Welche Kaiserin? Na Kaiserin Augusta!

Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, Großmutter des letzten deutschen Kaisers, ist Namensgeberin einer der Hauptverkehrsstraßen bei uns hier im Kiez. Der Unternehmerstammtisch Mierendorffplatz hat in Monate währenden Vorbereitungen ein Straßenfest zu Ehren Augustas organisiert, um standesgemäß deren 200. Geburtstag zu begehen. Einen Tag lang kein Verkehr auf der sonst nie ruhenden vierspurigen Sraße – allein dies machte das Fest schon zu einem grandiosen Erfolg!

Augusta hätte es wahrscheinlich gefreut zu sehen, dass auch das gemeine Volk Teil hat an Frohsinn und Gaumenfreuden. Vielleicht wäre sie aber auch ein wenig reserviert gewesen ob der ihr so opulent entgegengebrachten Sympathiebekundung. Emma jedenfalls hatte viel Spaß an ihrem dritten Geburtstag, der ihr mit Hilfe dieses kleinen Videos noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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