Der Koloss von Warnemünde


Letztens führte mich meine Arbeit als Hochzeitsfotografin nach Linstow in Mecklenburg-Vorpommern. Von dort war es nur noch einen Katzensprung bis zur Ostsee und so setzte ich mich nach acht Stunden Reportagefotografie ins Auto und fuhr noch 80 Kilometer weiter nach Warnemünde. Hochzeiten zu fotografieren macht mir Spaß, aber manchmal muss einfach mal etwas anderes vor die Linse als glückliche Brautpaare. Abschalten nennt man das wohl.

Jetzt hatte ich Graufilter und Stativ in meiner Tasche und bestimmte Bilder im Kopf, die durch Langzeitbelichtungen entstehen sollten. Und dazu brauchte ich Wasser, Wellen, Wolken – da kam mir die Ostsee gerade recht. Die Fotos meiner Experimente sind noch nicht entwickelt, wenn’s soweit ist, werde ich sie natürlich hier im Blog posten.

Bis dahin erst mal dieser Schnappschuss der ausfahrenden AIDA bella aus dem Hafen Warnemünde. Es ist beeindruckend, was Menschenhände schaffen können. Überwältigend, am Kai zu stehen und den Kopf hinaufzurecken zu diesem vorbeifahrenden Koloss. Es ist aber auch beängstigend darüber nachzusinnen, was hinter diesem schwimmenden Luxushotel steht. Die Spaßgesellschaft konsumiert. Und sie fühlt sich pudelwohl dabei. Aber auf wessen Kosten? Und wie schnell kann es manchmal damit vorbei sein? Hm, das ist wohl ein Thema für einen anderen Beitrag.

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2 Kommentare

Die Anja - Montag 2. September 2013 - 21:11

Mhhhhh, hättest Du nich Bescheid sagen können?
Hätt‘ ich Zeit gehabt, wär ich doch glatt mitgekommen.

Bin wirklich gespannt, was Du da wieder ausprobiert hast 🙂

Frau zu Kappenstein - Dienstag 3. September 2013 - 18:30

Ganz schön kolossal der Koloss. Es muss eben nicht immer Hochzeit sein. Ich bin beeindruckt!

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